Bluetooth-Abstandsmessung in öffentlichen Verkehrsmitteln

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Menschliche Erfindungsgabe kennt keine Grenzen. Besonders in der Krisenzeit. Laut dem Bericht von „Manchester Evening News“ hat ein Mann in England eine lebendige Schlange als Mund-Nasen-Schutz im Bus benutzt. Die anderen Fahrgäste haben dies nur langsam bemerkt, dass der Passagier eine ungewöhnliche Schutzmethode gegen die Viren gewählt hat. „Pythons und andere Reptilien sind aber nicht als Masken akzeptiert“, wunderte sich später ein Sprecher der Nahverkehrsbetriebe für den Großraum Manchester, wo dieser Fall passierte.

Sicher unterwegs mit den neuen Technologien

Im Bus, Straßenbahn oder im Zug müssen wir dauernd Türknöpfe anfassen. Mit Sterillium hat man immer ein sicheres Gefühl. Es schadet aber nicht, die zusätzlichen Schutzmaßnahmen in Kraft zu setzen. Es gibt schon zahlreiche verschiedenen technischen Lösungen, um die Viren in öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekämpfen. Eine von denen ist der Aufsatz für Türgriffe, der sich mit 3D-Druck fertigen lässt. Mithilfe dieses Geräts kann man nur mit dem Unterarm die Türen öffnen und schließen. Solche innovativen Haken haben im April nach mehrwöchiger Corona-Zwangspause viele Schüler und Lehrer in Mittelhessen bekommen. Der belgische 3D-Druck-Experte Materialize hat beispielsweise ein ganz eigenen gebrauchsfreundlichen Stop-Knopf-Drücker vorgestellt. Das Design des Griffes kann jeder hochladen und ausprobieren.

Alle diese Gadgets gelten wegen der weiteren Verbreitung der Infektionen. Außerdem bleibt das Gefühl der Ungeborgenheit. Sogar in voller Kriegsbemalung, mit der eigenen 3D-Druck-Griff in der Tasche und mit der angeschalteten Corona-Warn-App auf dem Handy. Ist es echt sicher, die Fachhochschule zu betreten oder in den Bus oder die Bahn einzusteigen?

Fachhochschule Kiel. Foto: OHIOH

Am 26 September haben alle Studierenden und Lehrenden der Fachhochschule eine E-Mail von dem Büro des Präsidiums bekommen. Nun wissen wir, dass das Ministerium die Corona-Verordnung für uns bestimmt hat: eine Maskenpflicht in allen Gebäuden und ein Abstandsgebot von 1,5 Metern. Um auf einen sicheren Weg zu bleiben, initiiert die Fachhochschule in Kiel dabei die eigene wissenschaftliche Corona-Warn-App, die das OHIOH-Team entwickelt hat. Meine Alma Mater muss ich noch irgendwie erreichen, ohne mich dabei mit der Infektion anzustecken. Es steht aber nicht auf meinem Wunschzettel, fast eine Stunde mit dem Fahrrad im Regen bis zum Ziel zu fahren. Als Alternativen bleiben noch die Fähre oder der volle Bus. Laut einer Studie aus Dublin funktionieren leider die Tracing-Apps in Bussen, Straßen- und U-Bahnen mit großen Fehlern. Das Team OHIOH möchte dieses Problem genauer untersuchen und eine mögliche Variante bieten. Deswegen haben wir uns an die Kieler Verkehrsgesellschaft gewendet, um die Tests in Kieler Bussen auszuprobieren. Über die Ergebnissen der Forschung erzählen wir unseren Lesern sobald die Resultate vorhanden sind.

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